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aus der Mittelbayerischen Zeitung vom 9. 02. 2012:

Die emotionale Kompetenz stärken

Schule Monika Lenz ist als Jugendsozialarbeiterin am Sonderpädagogischen Förderzentrum (SFZ) in Leonberg tätig.

STÄDTEDREIECK. Seit knapp eineinhalb Jahren ist Dipl. Sozialpädagogin (FH) Monika Lenz als Jugendsozialarbeiterin am Sonderpädagogischen Förderzentrum (SFZ) in Leonberg tätig. Während einer Sitzung des Projektbeirats im Förderzentrum erläuterte sie in Anwesenheit von Regine Hildwein von der Leitung des Kreisjugendamtes, Claudia Hösamer, Sachbearbeiterin Jugendsozialarbeit an Schulen, Ursula Krug, kommissarische Leiterin des SFZ, und Karl Ziegler, Zentrumsleiter des Kolpingbildungswerkes Schwandorf, die Ziele der Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS). Diese bestünden im Allgemeinen darin, Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung, schulischen und beruflichen Ausbildung, so zu unterstützen, dass ihre Eingliederung in die Arbeitswelt und somit ihre soziale Integration gelingen kann.

JaS sei eine gesetzlich festgelegte Leistung der Jugendhilfe an der Schule und dafür gedacht, schnelle und unbürokratische Hilfe vor Ort zu leisten und sei die intensivste Form der Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule. Träger der JaS am Förderzentrum sei das Kolping-Bildungswerk Schwandorf. Gefördert werde das Projekt vom Bayerischen Sozialministerium, vom Landkreis und der Stadt Schwandorf.

Ein Hauptaugenmerk ihrer Arbeit, so Lenz, liege in der Stärkung der emotionalen Kompetenz der Kinder und Jugendlichen zur positiven Lebensbewältigung, in der Unterstützung bei innerfamiliären Problemen sowie bei Konflikten im sozialen Umfeld, bei der Erschließung eines sozialen Netzwerkes und von Hilfsangeboten für Schüler und Eltern. Deshalb biete sie Schülern und Eltern individuelle - auf den Einzelfall zugeschnittene - Hilfe, Einzelberatungen, sozialpädagogische Gruppenarbeit, Projektarbeit, Begleitung und Vermittlung zu anderen Institutionen.

Lenz dankte den Trägern der JaS, der Schulleitung und dem Lehrerkollegium für die Unterstützung, die bei ihrer Arbeit gewährt worden sei. Das Jugendamt, sei bei Anfragen stets ein kompetenter Ansprechpartner.

Die Sozialpädagogin sagte, dass es viele Schülerinnen und Schüler genießen, an der Schule durch ihre Tätigkeit einen weiteren Ansprechpartner zu haben. Das sei für die Schüler und für die Lehrkräfte von Vorteil. Da sie sich der Probleme der Schüler annehme, seien die Lehrkräfte entlastet und könnten sich im Unterricht ihrem "Kerngeschäft" zuwenden, da sie nicht dadurch gehindert würden, zunächst Probleme aufzuarbeiten und stattdessen gleich in den Unterricht einsteigen könnten. Dies sei aber auch eine Entlastung für den betroffenen Schüler, dem bei einem Einzelgespräch mit ihr die alleinige Aufmerksamkeit zukomme und der dabei Ärger und Wut ablassen könne.

Ein großer Vorteil sei auch der Zeitfaktor. Sie als Jugendsozialarbeiterin habe genügend Spielraum, sich ohne zeitlichen Druck auf das Kind einzulassen und auf seine Anliegen einzugehen. Als Erfolg ihrer Arbeit bewertet Lenz auch die Tatsache, dass zwischenzeitlich - wenn auch nur vereinzelt - Eltern bei ihr um einen Gesprächstermin nachsuchten. (brn)


 

Flyer zum Downloaden: Hier anklicken

 Monika Lenz

Dipl.-Sozialpädagogin (FH)

Sonderpädagogisches Förderzentrum                       

Maxhütte-Haidhof - JaS                                               

Kapplstr. 10

93142 Maxhütte-Haidhof

 ( 09471 / 604973-16

Ë 0176 55303940

monika.lenz@kolping-ostbayern.de

 Sprechzeiten:

Montag:

10:00 – 13:30 Uhr

Di und Do:                                

07:30 – 13:00 Uhr

Freitag:

07:30 – 10:30 Uhr

Termine sind auch außerhalb der Schulzeit möglich und können frei vereinbart  werden.  

 

 

aus der Mittelbayerischen Zeitung vom 05. 04. 2011:

Offenes Pausencafé kommt gut an

Jugendsozialarbeiterin Monika Lenz informierte über erste Erfahrungen.

STÄDTEDREIECK/LEONBERG. Die persönlichen Probleme von Schülern sind oft vielschichtig: Schulangst, Liebeskummer, Schwangerschaft, Drogen, Alkohol, Magersucht, um nur einige zu nennen. Oftmals werden Kinder und Jugendliche damit allein gelassen und geraten in eine schier ausweglose Situation. Am Sonderpädagogischen Förderzentrum im Ortsteil Leonberg geht man seit Beginn des neuen Schuljahres im September 2010 neue Wege. Monika Lenz (Dipl.-Sozialpädagogin FH) nimmt sich als Jugendsozialarbeiterin (JaS) all dieser Probleme an und hat als Anlaufstelle im Schulgebäude ein Kontaktbüro eingerichtet.

 

Monika Lenz (Mitte), die neue Jugendsozialarbeiterin am Sonderpädagogischen Förderzentrum, mit Schulleiter Dr. Stefan Bauer (3. v. r.) und Mitgliedern des Projektbeirates. Foto: brn

Träger des Projekts ist das Kolpingbildungswerk der Diözese Regensburg unter Leitung des Kolping-Bildungswerks Schwandorf. Gefördert wird die Maßnahme durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen und das Landratsamt Schwandorf. Bei einer Sitzung des Projektbeirates im Förderzentrum informierte Lenz die Teilnehmer über erste Erfahrungen.

Vorrangiges Ziel sei es anfangs gewesen, sich mit dem Schulablauf vertraut zu machen, das Vertrauen der Schüler sowie der Lehrkräfte zu gewinnen und den Eltern das neue Angebot der Jugendhilfe bekannt zu machen. Dazu hätten günstige Rahmenbedingungen wie Büro und Sprechzeiten geschaffen werden müssen, um die Hemmschwelle der Ratsuchenden möglichst niedrig zu halten.

In jeder Klasse fanden Vorstellungsrunden statt. Zunächst sei die Kontaktaufnahme meistens durch die Vermittlung von Lehrkräften, allmählich aber auch durch Mundpropaganda aufseiten der Schüler zustande gekommen. Das "offene Pausencafé" einmal in der Woche habe viele Mädchen, später auch Jungen, dazu "verführt", im Büro der JaS vorbei zu schauen und sich selber einen Eindruck von der Atmosphäre zu verschaffen.

Offensichtlich verfehlte diese Kontaktaufnahme ihre Wirkung nicht, denn bis einschließlich Dezember waren es 16 Schülerinnen und Schüler, die bei Lenz in Einzelgesprächen um Rat nachsuchten. Dem Alter nach waren die Zwölfjährigen am stärksten vertreten. Was waren die Hauptanliegen? Konflikte mit Mitschülern, Probleme mit Freund oder Freundin, psychische Probleme, Schulwechsel, Cyber-Mobbing und Schwierigkeiten mit der unterrichtenden Lehrkraft. Für eine schnelle Abhilfe gibt es keine Garantie, den es sei ausreichende Zeit erforderlich, um sich gemeinsam auf die Suche nach Problemlösungen zu begeben, so Lenz.

So sei aufgrund einer Häufung von Streitigkeiten zwischen Schülern in einer Klasse das Projekt "Soziales Lernen" eingeführt worden, das in Zusammenarbeit mit der Klassleitung dann auch konsequent durchgeführt wurde.(brn)

 

 

 

 

JaS - Was ist das?

 

·        Jas ist ein Angebot der Jugendhilfeleistung vor Ort in der Schule und 

·        ein Bindeglied zwischen Schule, Elternhaus und Institutionen 

·        Jas bietet individuelle, auf den Einzelfall zugeschnittene Hilfe und Methoden

 

 

          

JaS – Das Ziel!

 

·        Stärkung der Kompetenzen zur positiven Lebensbewältigung in der Schule  

·        Unterstützung bei innerfamiliären Problemen sowie bei Konflikten im sozialen Umfeld 

·        Erschließung eines sozialen Netzwerks und Hilfsangebote für Schüler und Eltern

 

JaS – Ansprechpartner für wen?

 

·        Schüler und Schülerinnen, die

-          persönliche Probleme (Schulangst,  Liebeskummer, Schwangerschaft, Drogen, Alkohol, Magersucht...) haben

-          zu Hause immer wieder Ärger haben

-          Schwierigkeiten in der Schule (Leistungsprobleme, Konflikte mit Mitschülern oder Lehrkräften) haben

-          neu an der Schule sind und noch keinen Anschluss gefunden haben

-          nicht wissen, wie es nach der Schule weitergehen soll

-          einfach mal jemanden zum Reden brauchen

 

·        Eltern, die

-          Beratung und Unterstützung in ihrer Erziehungsarbeit wünschen

-          merken, dass ihr Kind Probleme in der Schule (Mobbing, Schulangst, Schulverweigerung) hat

-          persönliche Probleme haben und diese sich negativ auf die Entwicklung ihres Kindes auswirken

         Begleitung und Vermittlung zu anderen Institutionen wünschen

 

·        Lehrer

-         bei disziplinarischen oder leistungsmäßigen Auffälligkeiten

-         bei Konflikten mit Schülerinnen und Schülern

-         bei der Durchführung verschiedener Projekte

-         bei der Bearbeitung bestimmter   Themen

 

·        Personen und Institutionen, die mit Schülern und deren Familien in Kontakt stehen

 

 

JaS – Welche Angebote?

·        Einzelberatung

·        Sozialpädagogische Gruppenarbeit

·        Projektarbeit

·        Auf Wunsch Vermittlung und Begleitung zu anderen Institutionen

 

Gespräche unterliegen selbstverständlich der Schweigepflicht nach § 203 StGB!